Februar 17th, 2017 by DR_vip

Wenn du auf das komplette Menü verzichtest und dafür mehrere Tapas-Portionen isst, dann wirst du garantiert auch satt. Genauso funktioniert das auch mit der Grammatik. Ein Grammatikbuch ist immer ratsam, denn Grammatik hilft dir, die Struktur einer Sprache zu verstehen und dich schnell in ganzen Sätzen ausdrücken zu können. Wenn du dich gleich für das dicke Grammatikbuch entschieden hast, denn wirst du auf ziemlich lange Grammatikthemen treffen. Mit dem Effekt, dass das auf den ersten Blick ziemlich abschreckend wirkt. Denn wer lernt schon gern Grammatik.

Häufig bedarf schon die Erklärung – auch wenn sie in deiner Muttersprache ist – der Übersetzung. Oder hast du noch alle grammatikalischen Ausdrücke aus deiner Schulzeit parat? Wie war das nochmal mit den Partizipien? Wer steckt hinter dem Subjekt? Und was ist ein finites Verb? Lernst du allein, brauchst du tatsächlich etwas Geduld. Hierbei ist ein Sprachlehrer oder Sprachcoach von großem Vorteil, denn er kann dir das in einfachen Worten erklären.

Bei meinen Schülern ersetze ich häufig abstrakte Wörter durch Wörter, die mit Bildern verbunden sind und mache bespielsweise das  „Subjekt“ zu einem „Hauptdarsteller“. Statt „ein kompletter Satz besteht aus Subjekt und Prädikat“ heißt das dann „aus einem Hauptdarsteller und dem was dieser macht“. Peter singt, also ist Peter der Hauptdarsteller und was er macht ist „singen“.  Mit dieser Terminologie lassen sich auch Nebendarsteller einbauen, wenn es um das Lernen der Fälle geht. Denn Haupt- und Nebendarsteller kennt jeder aus dem Kino und schon ergeben sich viele Bilder, die das Grammatiklernen vereinfachen.

Für den Anfang empfehle ich Grammatikbücher à la „…Grammatik einfach erklärt“. Da gibt wunderschöne Bücher mit kurzen, verständlichen Erklärungen. Im Internet findest du jede Menge praktische Lernhilfen oder Zusammenfassungen. Hast du das Wesentliche verstanden, dann ist immer noch Zeit für das dicke, ausführliche Grammatikbuch. Doch bleib auch da bei der Dosierung in Häppchen. Wenn dir ein Licht am Tag aufgeht, reicht das. Alle Lichter an einem Tag anzuknipsen kostet viel zu viel Energie.

Posted in Fremdsprache fürs Business, Grammatik Tagged with: , , , ,

Februar 6th, 2017 by DR_vip

Mit Formeln und Farben kannst du dir Grammatik super schnell einprägen. Mit Formeln? Aber ja! Und zwar mit deinen eigenen Formeln, die vielleicht sogar nur du verstehen kannst. Richtig, du selbst kreierst die Formeln nach deinem Gutdünken.

Mathematische Gesetze brauchst du dabei nicht zu beachten, aber Zeichen wie „+“ oder „=“ kannst du dabei prima gebrauchen.

Ein Beispiel: „Im Nebensatz folgt auf die Konjunktion, zum Beispiel „aber“ oder „und“ an erster Stelle das Subjekt und dann das finite Verb“. Daraus kannst du dir eine einfache Formel basteln:
□ S + V
Damit entspricht dies der üblichen – und dir vielleicht schon bekannten –  Wortstellung eines Hauptsatzes. Du kannst also noch ein „normal“ dazu schreiben. □ steht für Konjunktion, S für Subjekt und V für finites Verb
Bei einer Subjunktion wie „als“ oder „dass“ sieht die Wortformel folglich so aus:
□ S + Info + V.
Hier steht □ für die Subjunktion.

Wenn du erst mal damit angefangen hast, wirst du erstaunt sein, wie leicht dir das Formulieren von Kürzeln und Formeln fallen wird.
Eine Formel ist für das Gehirn wie ein Bild und damit leichter abzurufen als eine Reihe von Sätzen. Damit ist es ein für allemal vorbei mit der berühmten Frage „wie war das nochmal?“. Deine Formel ist kurz und dein geistiges Auge kann sie dir klar und schnell anzeigen, sobald du sie brauchst. Am besten du markierst deine Formel farbig, das erhöht den visuellen Effekt.

Wie auch in der Mathematik ist dennoch etwas Übung ratsam. Der Satz des Pythagoras ist zwar einleuchtend, aber erst Beispiele und Übungen machen seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten deutlich. So ist es auch mit der Grammatik. Du suchst dir selbst aus, wie viel du davon haben möchtest und brauchst.

Posted in Allgemein und wirkt immer, Grammatik Tagged with: , , , ,

Januar 31st, 2017 by DR_vip

Beim Lernen von Grammatik und Vokabular bist du nicht an ein bestimmtes Thema gebunden. Such dir also Themen, die dich begeistern!  Egal ob Essen & Trinken, Familie, ein Treffen im Café – jedes Thema ist zum Erlernen von Grammatik geeignet! Je mehr dich ein Thema interessiert, desto motivierter lernst du die Vokabeln und die dazugehörende Grammatik. Arbeitest du im Kundenservice, dann interessieren dich vielleicht vor allem Themen rund um die Kundenbetreuung. Oder im Hotel an der Rezeption und du möchtest schnell die Anfragen der Kunden verstehen. Such dir deinen Themenbereich und lass die Themen weg, die dich nicht interessieren. Allerdings solltest du dir für den Anfang keinen allzu speziellen Themenbereich aussuchen, denn literaturkritische Texte oder medizinische Fachartikel sind höheren Sprachniveaus vorbehalten.

Gut geeignet sind auch kurze Dialoge, in die man sich leicht selbst hineinversetzen kann. Die kurzen Texte bieten jede Menge nützliches Vokabular, das in bekannten Zusammenhängen steht. „Ich trinke lieber Kaffee“ kennt jeder, braucht jeder und ist leichter zu merken als „beim Gedanken seine Medizin zu trinken….“ . Kurze Dialoge haben auch noch einen weiteren Vorteil: in der Regel ist die Grammatik einfach und in kurze Sätze verpackt. Das erleichtert das Verständnis ungemein und lässt keinen Frust aufkommen.

Was ist denn dein Lieblingsthema? 🙂

Posted in Fremdsprache fürs Business, Vokabeln und Wortschatz Tagged with: , , , ,